Küsten in Südfrankreich
Zwischen den langen Stränden der Atlantikküste und den felsigen Buchten des Mittelmeers liegen sehr unterschiedliche Urlaubslandschaften. Für die Wahl eines Küstenabschnitts ist vor allem entscheidend, ob Sie offene Strände, kleine Hafenorte, Küstenwanderungen oder Stadtbesichtigungen miteinander verbinden möchten. Die Côte d’Argent, Côte Vermeille, Côte Bleue und Côte d’Azur stehen dabei für vier deutlich verschiedene Schwerpunkte.
Südfranzösische Küsten sind berühmt für kilometerlange Sandstrände und herrliches Strandwetter mit über 300 Sonnentagen im Jahr
Foto: VoyageMedia für Südfrankreich-Netz.de
Côte d’Argent: Ozean, Seen und Kiefernwälder
An der Côte d’Argent in Aquitaine prägen im Küstenraum der Landes lange Strände, Kiefernwälder und eine Kette von Seen das Landschaftsbild. Rund um Mimizan und die Grands Lacs lässt sich der Aufenthalt deshalb zwischen Ozeanküste und Binnengewässern aufteilen. Wer große Strandlandschaften mit Radfahren und Wegen durch den Wald verbinden möchte, findet hier einen anderen Rahmen als in den dicht bebauten Städten der Riviera.
Für die Auswahl des Urlaubsortes macht es einen Unterschied, ob der tägliche Schwerpunkt am Meer oder an einem See liegt. Ein Quartier im Küstenhinterland eröffnet einen anderen Tagesablauf als eine Unterkunft unmittelbar im Badeort. Ozean, Seen und Wald sind eigene Ausflugsziele; ihre Lage zueinander sollte die Wahl des Ausgangsortes bestimmen.
Côte Vermeille: Hafenstädte am Pyrenäenrand
Die Côte Vermeille erstreckt sich vom Racou bei Argelès-sur-Mer bis Cerbère. Hier treffen die Ausläufer der Pyrenäen auf das Mittelmeer. Collioure, Port-Vendres und Banyuls-sur-Mer liegen entlang dieser gegliederten Küste; bei Cerbère rückt die spanische Grenze nahe. Weinbau, Hafenorte und die Landschaft der Buchten geben dem Abschnitt seinen eigenen Charakter.
Wer Meer und Ortsbesichtigungen verbinden möchte, kann einen Aufenthalt auf einen dieser Küstenorte konzentrieren, statt täglich den Standort zu wechseln. Für Collioure kommen Hotels und Unterkünfte in Collioure infrage. Küstenwege erschließen weitere Perspektiven auf das Zusammenspiel von Meer und Relief; einzelne Spaziergänge und längere Wanderungen verlangen dabei unterschiedliche Zeitbudgets.
Côte Bleue: Kalkfels zwischen Martigues und Marseille
Die Côte Bleue zwischen Martigues und Marseille besitzt eine zerklüftete Kalksteinküste mit Calanques, kleinen Buchten und Stränden. Sie passt zu Ausflügen, bei denen Küstenlandschaft und Gehen wichtiger sind als ein durchgehender breiter Sandstrand. Auf den Wegen wechseln Felsabschnitte und Blicke in die Buchten.
Für Wanderungen ist die sommerliche Waldbrandlage eine konkrete Rahmenbedingung: Der Zugang zu den Massiven kann je nach Tageslage eingeschränkt oder untersagt sein. Eine landschaftlich reizvolle Strecke ist daher nicht automatisch jederzeit begehbar.
Côte d’Azur: Städte, Kaps und Inseln
An der Côte d’Azur lassen sich Küstenaufenthalte mit Kunst und Stadtgeschichte verbinden. Cannes steht für die Croisette, Nizza für die Promenade des Anglais und die Altstadt. Antibes verbindet Küstenlage und Befestigungen mit dem Musée Picasso im Château Grimaldi. Zwischen den Städten setzen Kaps und Buchten landschaftliche Akzente; am Estérel treten rote Felsen bis an das Meer.
Für einen kunstorientierten Aufenthalt bieten sich einzelne Stadtstandorte an. Wer stärker die Küstenlandschaft erleben möchte, setzt dagegen Schwerpunkte bei Kaps, dem Estérel oder den Lérins-Inseln vor Cannes. So unterscheiden sich selbst innerhalb der Riviera Stadturlaub und landschaftsbetonte Küstentage deutlich.